Partnerschaft: Lufthansa Industry Solutions und Novagentica bringen KI-Agenten sicher in Unternehmenssysteme
Entscheidungen treffen, umsetzen und kontrollieren – in Maschinengeschwindigkeit und jederzeit nachvollziehbar. Novagentica liefert die Plattform, mit der Unternehmen KI-Agenten unabhängig von KI-Runtime und Modell entwickeln, betreiben und steuern. Lufthansa Industry Solutions integriert sie in die Systemlandschaften und Prozesse ihrer Kunden.
Lufthansa Industry Solutions Novagentica

Norderstedt/Zürich, 06.11.2026 – Lufthansa Industry Solutions (LHIND) und das Schweizer Softwareunternehmen Novagentica gehen eine Lösungs- und Implementierungspartnerschaft ein. Gemeinsam wollen sie KI-Agenten ihrer Kunden aus Pilotanwendungen in den produktiven Einsatz bringen – dort, wo sie aktiv in ERP-, CRM-, Service- und Logistiksystemen arbeiten, ohne dabei Kontrolle und Compliance zu verlieren.
Novagentica stellt Architect™ als lizenzierte Softwareplattform bereit. LHIND übernimmt die Integration in bestehende Systemlandschaften und Prozesse seiner Kunden sowie dem anschließenden Betrieb als Managed Service. Dabei profitiert das IT-Beratungsunternehmen einerseits von seiner Prozessexpertise aus der hochregulierten und sicherheitskritischen Luftfahrtbranche sowie auch von seiner Branchenexpertise in Logistik und Mobility, Automotive, Retail und Industrie, die einen Produktivbetrieb beschleunigen und zielführender gestalten sollen.
Beide Partner beobachten bei ihren Kunden dieselbe Hürde: Solange KI Fragen beantwortet oder Daten liest, ist der Weg in den Betrieb kurz. Sobald sie aber als Agent agieren soll, also selbstständig buchen, bestellen oder Daten in führenden Systemen verändern soll, fehlen klar definierte Entscheidungsrechte und ein verlässlicher Nachweis darüber, was er tatsächlich ausgeführt hat.
Nachvollziehbarkeit statt Black Box
Novagentica Architect™ ermöglicht Unternehmen, KI-Agenten zentral zu entwickeln, bereitzustellen, zu betreiben und zu steuern – unabhängig von Runtime und Modell. Die Ausführung bleibt auf der vom Kunden gewählten Plattform, etwa Microsoft Copilot Studio, Salesforce Agentforce, AWS Bedrock, Google Vertex, LangGraph oder einem eigenen Framework. Unternehmen bleiben damit flexibel und vermeiden die Bindung an einen einzelnen Anbieter.
Besonders relevant wird das bei geschäftskritischen Aktionen wie einer Bestellung, einer Gutschrift, einer Preisänderung oder einer Container-Umbuchung. Technisch gilt dabei ein bewährtes Prinzip: Wer ausführt, prüft nicht selbst. Agenten haben keine eigenen privilegierten Systemrechte. Folgenreiche Aktionen werden vorab anhand eines zertifizierten „Decision Contract“ geprüft – eines maschinell durchsetzbaren Regelwerks mit Wertgrenzen, Freigabeschwellen, Eskalationswegen und unzulässigen Entscheidungen.
Nach der Ausführung wird unabhängig anhand der Daten im führenden System überprüft, was tatsächlich geschehen ist. Die Meldung einer Laufzeitumgebung ist damit nicht länger der einzige Nachweis. Die entstehende Nachweiskette ist u.a. auf die Dokumentationsanforderungen des EU AI Act ausgelegt.
Vier Beispiele aus der Praxis
- Automobilindustrie
Agenten begleiten die Produktentwicklung eines Fahrzeugprojekts – mit dem Ziel, die Entwicklungszeit von 48 auf 12 bis 18 Monate zu verkürzen.
- Transport und Logistik
Agenten überwachen Lieferungen und buchen bei Störungen Container selbstständig um.
- Maschinenbau
Agenten bewerten laufend Lieferanten und stoßen einen Wechsel an, bevor eine Störung die Produktion erreicht.
- Konsumgüterindustrie
Agenten erkennen Qualitätsprobleme, verfolgen die Ursache bis zu Charge und Lieferant zurück und überwachen die Behebung.
Vom Pilotprojekt zum Produktivbetrieb
„Unsere Kunden fragen nicht mehr, ob KI-Agenten funktionieren, sondern wie sie diese verantwortungsvoll produktiv einsetzen können“, sagt Rainer Liebhart, Managing Director von LHIND. „Gemeinsam mit Novagentica unterstützen wir Unternehmen aus mehreren Branchen dabei, erfolgreiche KI-Piloten in den produktiven Einsatz zu überführen und Agentic AI nachhaltig in der Wertschöpfung zu verankern.“
„Einen KI-Agenten zu entwickeln, wird immer einfacher. Ihn kontrolliert handeln zu lassen, ist die eigentliche Herausforderung.“, ergänzt Ralf Struckmeier, Vice President Markets bei LHIND. „Genau an dieser Schnittstelle zwischen Technologie, Prozessen und operativer Verantwortung unterstützen wir unsere Kunden.“
„Einen Agenten, der bestellt, bucht oder bewertet, klickt man nicht zusammen – man entwickelt ihn“, sagt Martin Hofmann, Gründer von Novagentica. „Eine Laufzeitumgebung kann melden, was sie gesendet hat, nicht, was im System angekommen ist. Genau an dieser Schnittstelle liegt unsere Stärke.“
„Wir hören immer wieder denselben Satz: Der Agent funktioniert, aber er darf nicht ans System“, sagt Felix Bühner, Chief Revenue Officer von Novagentica. „Diese Blockade lösen wir gemeinsam mit LHIND auf – als wiederholbares Vorgehen, das sich von der Luftfahrt bis in die Fertigung übertragen lässt.“
Drei Felder stehen zunächst im Fokus: der produktive Einsatz von Agenten mit kontrolliertem Schreibzugriff auf führende Systeme, ein gemeinsames Compliance-by-Design-Angebot entlang des EU AI Act sowie Anwendungen in Industrie und Logistik. In einem ersten gemeinsamen Kundenprojekt setzen die Partner bereits den kontrollierten Schreibzugriff eines Agenten auf ein führendes System um und machen daraus ein standardisiertes, skalierbares Vorgehensmodell, das sich von Luftfahrt, Logistik, Mobilität und Fertigung bis in den Einzelhandel übertragen lässt.
Über Lufthansa Industry Solutions
Lufthansa Industry Solutions ist ein Dienstleistungsunternehmen für IT-Beratung und Systemintegration. Die Lufthansa-Tochter unterstützt ihre Kunden bei der digitalen Transformation ihrer Unternehmen. Die Kundenbasis umfasst sowohl Gesellschaften innerhalb des Lufthansa Konzerns als auch mehr als 300 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Norderstedt beschäftigt über 3.000 Mitarbeitende an mehreren Niederlassungen in Deutschland, Albanien, der Schweiz und den USA.
Über Novagentica
Novagentica ist ein 2025 gegründetes Schweizer Softwareunternehmen mit Präsenz in Berlin. Gründer ist Martin Hofmann, ehemaliger Konzern-CIO der Volkswagen AG. Mit Novagentica Architect™ bietet das Unternehmen eine lizenzierte Plattform, mit der Unternehmen KI-Agenten unabhängig von Runtime und Modell entwickeln, betreiben und steuern – mit Schwerpunkt auf Anwendungen, in denen Agenten geschäftskritische Aktionen in Unternehmenssystemen auslösen.
Pressekontakt
- Lufthansa Industry Solutions
- Heiko Packwitz
Kommunikation - Novagentica
- Maru Winnacker
Kommunikation
